Wer sich mit dem Gedanken trägt ein Haus zu bauen, wird unter anderem auch mit den Begriffen Niedrigenergiehaus und Energiesparhaus konfrontiert und die wenigsten haben eine
Vorstellung davon, was sich hinter den Bezeichnungen tatsächlich verbirgt.
Gemessen an früheren Maßstäben ist jedes Haus ein Niedrigenergiehaus. Seit 2002 gibt es die Energieeinsparverordnung (EnEV), welche Obergrenzen für den Verbrauch von
Primärenergie zum Heizen und zur Warmwasserbereitung setzt. Diese Grenzwerte lassen sich nur durch gute Wärmedämmung und moderne Heiztechnik einhalten.
Zur Primärenergie zählt die gesamte Kette der Energieherstellung, in welcher Elektroheizungen mit einer viel höheren Gewicht eingerechnet werden als moderne Heizungsanlagen.
Dies macht aus ökologischer Sicht auch Sinn, weil bereits bei der Stromherstellung nahzu 60 Prozent Verluste entstehen.
Im Ergebnis ist also jeder Neubau seit 2002 ein Niedrigenergiehaus.Bei einem Energiesparhaus muss der Primärenergiebedarf unter den Obergrenzen der Energieeinsparverordnung liegen.